Heilen und Vorbeugen mit Knoblauch
Alles “Dolle” aus der Knolle
Knoblauch, lateinischer Name Allium Sativum, ist für die einen eine wunderbare Gewürz- und Heilpflanze und für die anderen ist er einfach, wegen des Geruchs den er nach dem Verzehr entwickelt, absolut tabu. Denn: Wer will schon schlecht riechen, insbesondere, wenn man im täglichen Leben mit Menschen zu tun hat, die man gegebenen Falls auch mal etwas näher an sich
heranlassen muss? Das einfachste Rezept: Alle essen Knoblauch, und zwar täglich! Warum? Erstens kann sich nun niemand mehr über den Geruch beschweren; denn wer im Glashaus sitzt ... Und zweitens sind die erwiesener Maßen positiven Eigenschaften für die Gesundheit nicht weg zu leugnen.
Nachfolgend einiges Wissenswerte über Knoblauch, im Volksmund auch Gruserich, Knofel, Knoflak, Look oder einfach Knobi genannt.
Herkunft und Aussehen
Die ursprünglich in Zentralasien beheimatete Pflanze wird heute überall angebaut und zum Würzen von Speisen benutzt. Geerntet wird die reife, noch nicht getrocknete Sprosszwiebel, die sich aus einer eiförmigen Hauptzwiebel und 6 bis 15 Nebenzwiebeln (= Zehen) zusammensetzt. Beide sind von einer weißen, trockenen Blatthülle umgeben. Wie alle stark riechenden Pflanzen diente auch der Knoblauch im Altertum zum Vertreiben von Dämonen (z.B.Vampire).
Was ist drin?
Der Knoblauch hat durch den Wirkstoff Allicin, der sich durch Einwirkung eines Fermentes aus Alliin bildet, antibiotische Eigenschaften. Ebenfalls sind im Knoblauch Vitamin A, B1 und Vitamin C enthalten, so wie Nicotinsäureamid. Außerdem Cholin, Rhodanwasserstoffsäure und Jod. Zudem finden sich im Knoblauch Hormone, die ähnlich wie weibliche und männliche Sexualhormone wirken - "Viagra adé - Knoblauch juché!"
Heilende Wirkungen
Es gibt unendlich viele Wirkungsweisen des Knoblauchs, und sogar heute sind noch nicht alle bekannt. Kaum eine Pflanze ist so intensiv untersucht worden, und wird immer noch untersucht, wie der Knoblauch.
Eine gute Vorstellung davon, wie die heilenden Wirkungsweisen des Knoblauchs einzuschätzen sind, ist die Tatsache, dass Pharmakonzerne vor einiger Zeit versuchten, den Knoblauch aus dem freien Handel zu verbannen, als Arznei einzustufen und somit nur noch in Apotheken erhältlich sein zu lassen.
Nachfolgend nun eine kleine Aufzählung der Anwendungsgebiete des Knoblauchs. Er hilft bei der Linderung von Zahnschmerzen, der Vorbeugung von Arteriosklerosen, Cholesterinsenkung und Senkung des Bluthochdrucks. Senkung des Blutzuckerspiegels und der Harnzuckerausscheidung bei Diabetikern. Potenzsteigerung - statt Viagra, Mittel gegen Impotenz (der römischer Dichter Vergil empfahl die weiße Zwiebel zur Steigerung der Potenz!). Schutz vor Krebs: Prostata, Gebärmutter, Dickdarm, Magen. Therapie von Nervenkrankheiten, Erleichterung bei Stress und Erschöpfung, Behandlung von Fußpilz und verschiedenen humanpathologischen Hefen, Schutz vor Infektionskrankheiten, die von Parasiten übertragen werden. Knoblauchöl bzw. –saft ist extrem toxisch für Moskitos (Malaria), Flöhe und Zecken (wird gelegentlich statt FSME-Impfung empfohlen). Außerdem wirkt Knoblauch bei Gärungsprozessen im Darm und damit verbundenen krampfartigen Schmerzen. Die aus der Verbindung von Allicin und Sauerstoff entstehende organische Schwefelverbindung (Diallyldisulfid), die auch den Geruch ausmacht, ist auch wirksam bei Bronchitis oder Lungenentzündung, da diese Verbindung bakterientödlich ist und durch die Lunge ausgeschieden wird.
15 Jahre jünger durch Knoblauch
Eine weitere wichtige Eigenschaft des Knoblauchs: Er kann steife und verkalkte Arterien wieder elastisch machen. Es wird schon seit Jahren behauptet: Knoblauch - über lange Zeit täglich angewendet - fördert die Durchblutung, wirkt vorbeugend gegen Adernverkalkung und beinflußt positiv Herz und Kreislauf. Dazu meint Prof. Dr. Belz, der eine groß angelegte Studie über Knoblauch durchgeführt hat: "Die Blutgefäße des Menschen sind beim Kind super-elastisch. Aber schon von jungen Jahren an lässt diese Elastizität nach. Besonders rasant schreitet diese Entwicklung zwischen dem 40. und dem 50. Lebensjahr voran. Von da an werden die Gefäße immer mehr steif. Dadurch kommt es in den Gefäßen zu einem Bluthochdruck, zu einer verstärkten Adernverkalkung und schließlich zu einer Belastung von Herz und Kreislauf, was im Endeffekt zu Herzinfarkt und Schlaganfall führen kann."
Am Institut für Herz- und Kreislauf-Forschung kann man die Elastizität der Gefäße genau messen. Und zwar kontrolliert man die Pulswellengeschwindigkeit, die das Blut in der Aorta am Hals sowie in der Leiste nach jedem Herzschlag aufweist. Sie ist bei einer versteiften Aorta hoch, bei einem dehnbaren Gefäß niedrig. Dazu Prof. Dr. Belz: "Wir konnten damit zum ersten Mal in der Wissenschaft messbar nachweisen, dass Blutgefäße bei Knoblauch-Einwirkung um etwa 15 Jahre jünger bleiben und dass Knoblauch einer fortschreitenden Adernverkalkung massiv entgegenwirken kann."
Freie Radikale
Doch das ist noch lange nicht alles: Forscher des N.I. Institutes of General Genetics haben bei der Untersuchung der antimutagenen Wirkung von Knoblauch festgestellt, dass Knoblauch die Reparatur geschädigter DNA stimuliert. In einigen Fällen soll er laut Berichten der russischen Nachrichtenagentur Informnauka die Erbsubstanz auch vor negativen Einflüssen schützen. Antimutagene haben die Aufgabe, DNA-Schäden zu reparieren, die wiederum durch Mutagene (z. B. Gammastrahlung, Cadmium-Salze) entstanden sind.
Die Wirkung des Knoblauchs ist diesbezüglich auf seine Funktion als "freier-Radikal-Fänger" zurückzuführen. Freie Radikale besitzen eine mutagene Wirkung. Der Schutzeffekt des Knoblauchs passt laut Forschern exakt zu der zellverändernden Wirkung der Gamma-Strahlung sowie der Cadmium-Salze.
Auch die größten Skeptiker sollten nun überzeugt sein, dass Knoblauch auf den täglichen Speiseplan gehört. Sollten Sie immer noch vor dem Geruch zurückschrecken, greifen Sie einfach auf Knoblauchextrakte aus dem Reformhaus oder der Apotheke zurück. Schmackhafter ist allerdings der Verzehr von frischem Knoblauch. Übrigens: Nicht jeder Mensch riecht gleich stark nach Knoblauch. Der eine verträgt mehr, der andere weniger bis er zu “duften” anfängt. Dies können Sie ja mal testen. Wer frischen Knoblauch vorzieht, für den sieht die Fachliteratur eine Verzehrempfehlung von 2-3 Mal täglich einer Knoblauchzehe vor.