03. November 2006
Hallo, Gutverdiener/innen! Macht mehr Kinder, das neue Elterngeld ist da!!!
Nun ist es amtlich, das neue Elterngeldgesetz. Satte 67% vom letzten Nettoeinkommen gibt es als Elterngeld, höchstens allerdings „nur“ 1.800,- Euro. Das heißt: Wer netto monatlich 2.686,57 € verdient hat, bekommt 1.800,- € Elterngeld, um sich um seinen Nachwuchs zu kümmern; ein ganzes Jahr lang. Oder: Wer 1001,- € verdient hat, bekommt 670,67 €.
Was will uns das sagen?
Dass der Anreiz, Kinder zu bekommen bei den Besserverdienenden wesentlich höher ist als bei Familien mit schwächerem Einkommen? Dass Gutverdiener mit dem güldenen Kinderwägelchen und ebensolchem Lächeln in der Fußgängerzone auf und ab flanieren und überlegen, ob sie nun bei Prada oder Esprit einkaufen sollen, während die Mütter und Väter der niedrigeren Einkommensschicht diskutieren, ob sie sich denn das Schnäppchen von Ernsting’s Family (Strampelanzug für 1,95 €) leisten können?
Süße kleine Kinderchen. Für Arbeitslose und Minijobber
bald nicht mehr zu bezahlen? Foto: pixelquelle.de
Genau das soll es wohl heißen! Verstehen mag das, wer möchte – ich nicht! Wenn die Übermutter von der Leyen doch Anreize zum Kinder bekommen schaffen möchte, warum sollen dann die Besserverdienenden profitieren? Sind deren Kinder mehr wert? „Liebe Super-Nanny von der Leyen! Diejenigen, die wenig verdienen brauchen mehr Geld, um Kinder vernünftig und „artgerecht“ aufzuziehen. Oberhalb des Durchschnittsverdieners angesiedelte Möchtegern-Eltern, benötigen das nicht unbedingt. Wenn Yuppies sich zum Kind entscheiden, dann sicherlich nicht, weil sie aufs Elterngeld scharf sind. Vielleicht sollten Sie das noch mal überdenken.“
Hat das noch etwas mit einem Sozialstaat zu tun? Wenn man zusätzlich bedenkt, dass der von Sozialabgaben und Mehrwertsteuererhöhung gebeutelte Bürger das Elterngeld für Reiche auch noch bezahlen soll, kommt einem der Grünkohl vom Kaffee trinken wieder hoch!
msf
